Mathilde Wesendonck 

1828

23-Dezember, Agnes Luckemeyer wird als Tochter des Kaufmanns, Türkisch-Rot-Färbereibetrieb, Karl Luckemeyer und dessen Frau Johanna geborene Stein, in Elberfeld im Kipdorf 27 geboren

1829-1831

Aufgewachsen in Wuppertal
 
Sie hat eine Schwester und einen Bruder, Marie und Karl
 
Ihre Freundinnen sind die Schwestern Bertha und Alwine von der Heydt
 
Sie geht auf die "Töchterschule" des Lehrers Lieth
 
Umzug der Familie nach Düsseldorf

1846

Sie besucht das Pensionat in Dünkirchen

1848

19-Mai, Sie heiratet den, am 17-März-1815 in Elberfelder geborenen, Kaufmann Otto Wesendonck. Sein Vater ist der Bankier August Jakob Wesendonck und ein Geschäftsfreund der Luckemeyers
 
Ihr Mann Otto bittet sie den Namen "Agnes" abzulegen und sich in Zukunft "Mathilde" zu nennen

1849

27-November, Ihr Sohn Paul wird geboren

1850

21-März, Ihr Sohn Paul verstirbt. Er wird in Düsseldorf beerdigt
 
Das Ehepaar Wesendonck hält sich einige Monate in Amerika auf

1851

April, Mathilde Wesendonck läßt sich mit ihrem Mann in Zürich nieder
 
Vorerst wohnen sie in dem Hotel "Baur au Lac"
 
Ihr Mann Otto unternimmt häufig längere Geschäftsreisen, zu den bekannten Seidenstädten: Lyon, Mailand, Krefeld und Livorno
 
07-August, Ihre Tochter Myrrha wird, in Zürich, geboren

1852

20-Januar, sie besuchen das Konzert der Allgemeinen Musikgesellschaft, als Richard Wagner dort dirigiert

1854

Otto Wesendonck schenkt Richard Wagner eine, aus Amerika mitgebrachte, goldene Schreibfeder

1855

13-September, Ihr Sohn Guideo wird geboren

1857

18-April, Ihr Sohn Karl wird geboren
 
Richard Wagner zeigt Mathilde seine "Tristan-Dichtung"
 
Mathilde schreibt fünf Lieder:
"Träume"
"Schmerzen"
"Stehe still !"
"Im Treibhaus"
"Der Engel"
 
Diese fünf Lieder werden sofort von Richard Wagner in Musik umgesetzt
 
Mathilde wird zu Richard Wagners Muse. Er fördert ihre schriftstellerische Begabung

1858

30-März, Es findet ein großes Vestibül in der Villa Wesendonck statt. Ihre Tochter Myrrha überreicht Wagner einen Taktstock aus Elfenbein
 
09-Oktober, Richard Wagner schreibt in sein Tagebuch, zu den fünf Liedern von Mathilde: "Studien zu Tristan und Isolde"
 
13-Oktober, Ihr Sohn Guido verstirbt in Zürich

1860

Mathilde veröffentlicht mehrere Bände von Gedichten, Theaterstücken und Kurzgeschichten

1862

16-Juni, Ihr Sohn Hans wird in Zürich geboren

1864

Werke:
"Märchen"
"Märchen und Märchen Spiele"

1865

Werke:
"Natur-Mythen"

1868

Werke:
"Gudrun" - Schauspiel in 5 Akten

1869

Werke:
"Puppenspiele"
 
25-August, Mathilde schreibt in dem Brief an Johannes Brahms: "Oft will mir scheinen, als ob unter meinen Gedichten einige wenige wären, die es werth wären, von Brahms komponiert zu werden."

1870-1871

Preußisch-Französischer-Krieg

1871

Werke:
"Friedrich der Große" - Dramatische Bilder (nach Franz Kugler)
 
Als die Wesendoncks den Sieg der Preußen gegen die Franzosen mit einer Feier in der Tonhalle zelebrierten, entläd sich der Züricher Volkszorn gegen sie. Sie müssen vor der Menge fliehen.
 
Ihre Villa wird beinahe in Brand gesteckt. Sie verlassen darauf Zürich endgültig

1872

Sie zieht mit ihrem Mann nach Dresden, Haus an der Wiener Straße 14, um
 
Werke:
"Edith oder Die Schlacht von Hastings" - Trauerspiel

1874

Werke:
"Gedichte, Volksweisen, Legenden und Sagen"

1875

Werke:
"Der Baldurmythus"
 
Ihr Vater, Karl Luckemeyer, verstirbt
 
Sie kauft mit ihrem Mann, im Salzkammergut, den Landsitz "Traunblick"

1878

Werke:
"Odysseus"

1879

Werke:
"Romantische Oper in 3 Aufzügen" - (Musikkomposition von Heinrich Schulz-Beuthen)

1881

Werke:
"Alkestis"

1882

Ihr Sohn Hans verstirbt in Berlin

1883

Ihr Sohn Karl heiratet die Gräfin Eveline von Hessenstein

1885

Ab jetzt leben die Wesendoncks in Berlin

1888

Ihre Tochter Myrrha verstirbt in München

1890

Werke:
"Das deutsche Kinderbuch in Wort und Bild"

1896

Richard Wagners "Asyl" wird abgerissen weil dort eine Straße gebaut werden soll
 
18-November, Ihr Mann verstirbt nach langer Krankheit. Erst jetzt erfährt sie von der ersten Ehe ihres Mannes. (Otto Wesendonck war vorher schon einmal, mit Mathilde Eckhardt, verheiratet, sie verstarb aber nach kurzer Ehe)
 
Mathilde beginnt die Briefe und Tagebücher Richard Wagners zu ordnen und ihre Veröffentlichung vorzubereiten

1899

Ihr Sohn Karl, Dr. phil. und Privatdozent der Physik an der Universität Berlin, wird in den Adelsstand erhoben. Im Zusammenhang mit der Nobilitierung wird das "c" des Namens gestrichen

1900

Werke:
"Märchenspiele"

1902

31-August, sie verstirbt unerwartet in Traunblick am Traunsee.