History pictures of Arno Breker (11)

Pictures of Arno Breker - Exhibition 1943 - Köln (o3)

Die
Fahne

Aufbruch
der Heimat

Der
Rächer

Kamerad-
schaft

Rufer
zum Streit

Aufbruch
der Kämpfer

Auszug
zum Kampf

Frau
Merkel

Kurt
Ezart

Nugochi

Studienkopf

Dr.
Goldschmidt

Kopf
Verwundete

Der
Verwundete


Das ermöglicht den Weg zum monumentalen Bildnis, zu dem Bildnis also, das eine allgemein bedeutsame Persönlichkeit darstellt, dessen äußere Erscheinung, Charakter, Bedeutung und Leistung auch dem ein Begriff sind, der den Betreffenden vielleicht noch nicht einmal persönlich sah. Das Bildnis des Führers, das Arno Breker schuf, ist ein Werk von solch umfassenden Ausdruck. Er, der oft Gelegenheit hat, den Führer zu sehen und der seine Büste bereits mehrfach abwandelte, schuf ein Werk, in dem das Kämpferische, das Unbeugsame, das in die Zukunft Blickende ebenso in Erscheinung tritt wie die menschliche Güte.
 
Arno Breker hat die große, heute bereits vorliegende Anzahl monumentaler Werke, die seinen Ruhm als bedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart rechtfertigen, seit 1936, in einer erstaunlich kurzen Zeit also geschaffen. Die Figuren für das Reichssportfeld jedoch waren nicht seine ersten figürlichen Arbeiten. Vor diesem stilistisch und gehaltmaßig einheitlichem Schaffen der letzten Jahre, das Arno Breker als Gestalter der Ideen und des Lebensgefühls unserer Zeit dokumentiert, liegt eine lange Zeit nicht nur der handwerklichen Schulung, sondern auch der künstlerischen Entwicklung, in der der junge Bildhauer in besessener Arbeit alle Möglichkeiten der Bildhauerkunst durchexerzierte. Als Resultat dieser frühen Jahre kann er eine Fülle von Arbeiten vorweisen, die rückblickend gesehen aus seinem Gesamtwerk nicht fortzudenken sind und die auch heute, nachdem er seinen Stil gefunden hat, durchaus bestehen.
 
Arno Breker wurde am 19. Juli 1900 in Elberfeld als ältester Sohn eines Steinmetzmeisters geboren. Früh schon kam er mit dem Material und dem Werkzeug seiner späteren Berufung in Berührung. Denn die Werkstart des Vaters war der Spielplatz des Knaben, und wieder bewahrheitete sich hier die alte Erfahrung, daß das Kind im Spiel und beim Zusehen in das Handwerkliche hineinwächst und Grundsätze des Handwerklichen, die eine noch so sorgfältige Lehre oft dem Jüngling nicht zu vermitteln vermag, als Selbstverständlichkeiten in sich aufnimmt. Das auch er Steinmetz werden würde, stand nie außer Frage, und so trat der Vierzehnjährige beim Vater als Lehrling ein. Sehr bald schon mußte er sich hier außergewöhnlich bewähren. Der Vater wurde eingezogen, der Sechzehnjährige führte den Betrieb durch die Kriegszeit hindurch weiter und erhielt dem Vater und der siebenköpfigen Familie die Werkstatt. Schon in dieser Zeit war das künstlerische Interesse des Knaben wach.
 
Im Museum in Wuppertal gab es kein Werk, das er nicht genauestens kannte. Auf der Örtlichen Kunstgewerbeschule und im privaten Unterricht bei Künstlern, die das Talent des Knaben erkannt hatten, übte er sich im Zeichnen und Modellieren. Eine gelegentliche Reise nach Düsseldorf machte den Entschluß, Künstler zu werden, unumstößlich. Das „Eherne Zeitalter" von Rodin, das im Museum der rheinischen Kunststadt auf den Kunsthungrigen tiefsten Eindruck machte und das Rilkesche Buch über Rodin, das ein verständnisvoller Buchhändler dem Jüngling empfahl, der mehr von diesem Künstler sehen wollte, waren die entscheidenden Erlebnisse für diesen Entschluß. Als Zwanzigjähriger ging er an die Düsseldorfer Akademie, obwohl Lebensunterhalt und Studium verdient werden mußten. Intensivste Arbeit wurde geleistet, nie aber wurde der Künstler seiner inneren Berufung untreu.
 
Eine Zeitlang studierte er Architektur, weil es ihn dazu drängte, auch die Gestaltungsgesetze dieser Kunst zu erproben. Bald aber kehrte er zur Bildhauerkunst zurück, Schon in dieser Zeit entstanden wesentliche Werke, vor allem die „Aurora" die der Künstler für die Gesolei schuf und die heute über dem Eingang der Düsseldorfer Museen Aufstellung gefunden hat. Prof. Wilhelm Kreis gab dem jungen Künstler den Auftrag; es begann damit eine Zusammenarbeit, die später innerhalb des Neubauprogramms der Reichshauptstadt weitergeführt wurde, 1925 konnte er es ermöglichen, nach Paris überzusiedeln, wo er bis 1933 arbeitete. Für wenige Monate nur wurde diese Tätigkeit in Paris durch einen Aufenthalt im Rom unterbrochen, der einem Staatsstipendium zu verdanken war. Paris galt in diesen Jahren durch das Vermächtnis Rodins, durch Maillol, Despiau, Bourdelle als das Zentrum der modernen Plastik. Hier setzte sich Arno Breker künstlerisch mit diesen Werten auseinander, klärte seine Vorstellungen, erprobte seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten, steigerte sein Künstlertum. An großen Arbeiten sind dieser Zeit das Rheinlandbefreiungsdenkmal bei Cleve, das Kriegerehrenmal Budberg und vor allem der Matthäus für Düsseldorf und das Röntgendenkmal für Lennep zu verdanken. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin erwarteten ihn noch einige Jahre mühevoller Arbeit, bis er sich durchsetzen konnte. Die Figuren für das Reichssportfeld, deren Ausführung ihm auf Grund eines gewonnenen Wettbewerbes 3 übertragen wurden, erwiesen, was Arno Breker uns heute bedeutet.

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