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Arno Breker Ausstellung in Köln - 1943
Die Arno Breker - Ausstellung in Köln wird durchgeführt von der NSDAP - Gaupropaganda-Amt Gau Köln-Aachen
und der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". |
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Die figürlichen Werke und die Reliefs der Ausstellung
wurden im Auftrag des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, Reichsminister Albert Speer, ausgeführt.
Der Katalog ist herausgegeben vom Gaupropaganda-Amt der NSDAP Gau Köln-Aachen, Gaupropagandaleiter Richard
Ohling-MdR und der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Gauwart Ewald König.
Alle ausgestellten Werke sind abgebildet. Die Nummern unter den jeweiligen Abbildungen sind gleichlautend mit den
Nummern auf den Sockeln der Ausstellung.
Lichtbilder - Charlotte Rohrbach.
Umschlag und Plakat - Johannes Boehland.
Zusammenstellung des Kataloges - Dr. Werner Rittich. |
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Arno Breker
Einführung und Geleit durch die Ausstellung in Köln von Werner Rittich
In den vielen Briefen, die an Arno Breker aus dem Felde unter dem Eindruck von Abbildungen oder aus der Erinnerung
an ein früheres gelegentliches Kennenlernen seiner Werke geschrieben werden oder die seine Freunde als Dank
für übersandte Bilder der Werke dieses Künstlers erhalten, stehen Sätze, die ehrliche Zeugnisse
für die innere Kraft sind, die in den Werken dieses Künstlers verkörpert ist. Menschen, die unter
den härtesten Bedingungen das Schicksal unserer Zeit entscheiden, drängt es in der Ruhestellung und oft
auch in den kurzen Zeiträumen zwischen den Einsätzen dazu, dem ihnen unbekannten Künstler mit Worten
zu sagen, was er ihnen mit seinen Werken gegeben hat. Das gepflegte Wort desjenigen, der auf Grund seines Werdeganges
eine enge Beziehung zur Kunst hat, taucht darin ebenso auf, wie die nur herzlich gehaltene Äußerung
des von den Werken der Kunst erstmalig in dieser Weise Ergriffenen. Das ist unter schwereren Umständen des
Schicksals nur eine Weiterführung dessen, was in der Zeit der friedlichen Aufbauarbeit zu beobachten war.
Denn die Werke dieses Künstlers zogen, wo immer sie auch auftraten, das allgemeine Interesse auf sich. Sie
waren und sind in den Ausstellungen die wesentlichsten Blickpunkte und wurden bei der Aufstellung an ihren vorbestimmten
Standplätzen innerhalb der Architektur von den Arbeitern und Handwerkern, die an dem Bau beteiligt waren,
ebenso leidenschaftlich diskutiert. Eine echte volksnahe Wirkung äußert sich darin als Ausfluß
der Tatsache, daß hier ein Künstler in seinen Werken sinnfällig das Denken, Fühlen und Streben
der Allgemeinheit zum Ausdruck bringt, und daß diese Allgemeinheit sich an die Werke wendet, weil sie erfühlt,
daß in ihnen ihr Wesen selbst Gestalt gefunden hat. Seit Arno Breker im Jahre 1936 seine „Siegesgöttin"
und seinen „Zehnkämpfer" für das Reichssportfeld in Berlin schuf, bieten sich seine Werke in einheitlicher
Geschlossenheit. Lebensbejahende gesunde Schönheit ist in ihnen verkörpert, im Bild des Mannes mit entschlossener
Kraft und Energie, im Bild der Frau mit Anmut und Hoheit verbunden. Die wiedergefundene Vorstellung der Schönheit
und die disziplinierte sportliche Haltung unserer Zeit kam in ihnen zum Ausdruck und fand mit der Verleihung der
Silbernen Olympischen Medaille auch die äußere Anerkennung, Die körperliche Erscheinung und die
Besonderheit der inneren Beseelung zeigten schon in diesen Plastiken, daß hier ein Künstler am Werke
war, der das allgemeine Gefühl unserer Zeit zu überzeitlicher Wirkung zu erheben vermag. Die Werke der
Folgezeit brachten bei grundsätzlicher Gleichheit des körperlichen Typs und der inneren Haltung eine
stetige Steigerung dieses symbolhaften Ausdrucks. Der „Prometheus" dieser dynamisch-bewegte, herabschreitende
Genius verkörpert sinnfällig den das Feuer, im übertragenen Sinn die Erleuchtung bringenden Geist.
Ein „Dionysos" als Gestaltung des vom eigenen inneren Hochgefühl beseligten Kämpfers wurde für
das Olympische Dorf geschaffen. Die Kräfte, die das neue Reich schufen und erhalten, verkörperte der
Künstler in der „Partei" und in der „Wehrmacht", Werke, die im Innenhof der Neuen Reichskanzlei
in Berlin Aufstellung gefunden haben und von denen der Führer einmal sagte, daß sie zum Besten gehören,
was je in Deutschland geschaffen wurde. Es entstanden die „Bereitschaft" und der „Künder" für
die Haupttribüne des Zeppelinfeldes in Nürnberg als Sinnbilder des aktiven, von der Durchführung
einer Aufgabe besessenen Mannes und des weltzugewandten, offenen, gebenden, kündenden Geistes. Im „Heros mit
der Fackel" wandelte er das Motiv der „Partei" noch einmal gebieterischer ab. 1942 schuf er den aufrechten,
selbstsicheren und selbstbewußten, vom Vollgefühl seiner Kraft und seiner Macht getragenen „Sieger".
In die Reihe dieser monumentalen figürlichen Arbeiten gehören die beiden sitzenden männlichen Gestalten
der „Berufung" und des „Verwundeten Kriegers". Hier gab der Künstler Werke, die bei freier Aufstellung
von allen Seiten her ihren Ausdruck offenbaren . In der „Berufung" ist ein fast dramatischer Ablauf deutlich
ersichtbar: Vor wenigen Augenblicken noch saß dieser Jüngling völlig entspannt; eben erreichte
ihn ein Ruf, der ihn veranlaßte, das linke Bein anzuziehen, den Kopf zu wenden, den Körper zu spannen;
im nächsten Augenblick wird er aufspringen, um seine Berufung zu erfüllen. Der „Verwundete Krieger"
schließlich ist ein hohes Lied des Heldentums; noch im völligen Niederbruch wahrt er das Göttliche
seiner Substanz. |
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